Duft:
Rubinrot präsentiert sich der Likör von Sauerkirschen im Glas. Beim hineinriechen hat man deutlich den Duft von frisch gekochtem Kirschkompott mit einem Hauch von Marzipanmandel und der herben Note von einer Limette, verbunden mit Aroniabeeren und roten Johannisbeeren.
Geschmack:
Auf der Zunge deutlich die frischen Sauerkirschen mit ihren typischen Citrus Noten und ihrem roten färbenden Saft verbunden mit einem angenehmen Steinton welcher die herbe Note mit Mandeltönen hinterlegt. weich und harmonisch kommt eine feminine, süße und eine mollige Kirschwassernote über die Zunge und am Gaumen an.
Empfehlung:
Der herbfruchtige Likör bietet sich an um einen Kir zu einem Aperitif daraus zu machen. Übergossen mit einem Weißwein oder einem Sekt, die perfekte Variante für einen besonderen Empfang. Sicher ereignet sich der herbe Likör über ein Vanilleeis mit Schlagsahne und dazu geraspelte zartbitter Schokolade.
Verarbeitung:
Im Jahr 2024 hatten wir eine schöne Kirschernte. Die Schattenmorellen werden von den Steinen befreit und das Fruchtfleisch wird 2-3 Tage Saft ziehen lassen. Dann geben wir Alkohol dazu, um eine Gärung zu unterbinden. Nun lassen wir den Ansatz ein Jahr bei +8 °C im Kühlhaus mit dem Alkohol als Lösungsmittel stehen, damit die Aromen sich sehr schön herauslösen. Dann wird das Fruchtfleisch vom Saft getrennt und ausgepresst. Der ablaufende Fruchtsaft wird nun mit Zucker gesüßt und weitere zehn Monate stehen lassen, damit sich die Zutaten harmonisieren.
Herkunft:
Bereits im Jahre 1598 soll in Frankreich in einem Chateau de Moreilles diese Sauerkirschen gezüchtet worden sein, somit ist das genannte Schloss auch Namensgeber für die Schattenmorelle. Wie sie nach Deutschland gelangte ist Unbekannt, jedoch ist sie die meist angebaute Kirschsorte in ganz Europa und wird hauptsächlich für die Konserve als auch für berühmte Backwaren als Kirschsorte verwendet.